Sechs Gemeinden im südwestlichen Oberallgäu und acht Gemeinden im Vorderen Bregenzerwald bilden seit Januar 2008 den ersten grenzübergreifenden deutsch-österreichischen Naturpark.
Bayern stellt mit 246,7 Quadratkilometern 61,5 Prozent der Naturpark-Fläche. Den größten Anteil hat Oberstaufen mit 87,7 km², gefolgt von Blaichach (44,6 km²), Balderschwang (41,8 km²), Immenstadt (35,2 km²), Obermaiselstein (21,3 km²) und Bolsterlang (16,1 km²). Nur Balderschwang liegt mit dem gesamten Gemeindegebiet im Naturpark. Alle acht Gemeinden auf österreichischer Seite steuern jeweils ihre gesamte Fläche zum Naturpark bei: Hittisau (46,7 km²), Sibratsgfäll (29,3 km²), Sulzberg (23,1 km²), Riefensberg (14,9 km²), Doren (14,2 km²), Langenegg (10,5 km²), Krumbach (8,7 km²) und Lingenau (6,9 km²).
In den sechs deutschen Naturpark-Gemeinden leben zusammen rund 29.500 Einwohner, in den acht österreichischen rund 9.200. Von den rund 20.200 Gästebetten der Region stehen 17.450 im Allgäu. In den meisten Allgäuer Gemeinden ist der Tourismus bereits ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Auf sie entfallen gut 2,3 Mio der jährlich etwa 2,5 Mio. Übernachtungen in der Naturparkregion. Die Vorarlberger Gemeinden sind stärker auf Forst- und Landwirtschaft ausgerichtet. Neben einer nachhaltigen Tourismusentwicklung sind Naturschutz und Landschaftspflege sowie der effiziente Umgang mit Energie ein zentrales Thema des „Pflege und Entwicklungsplans für den Naturpark Nagelfluhkette“.
|
|
 |