 Was ist der Naturpark Nagelfluhkette? |
Der Naturpark Nagelfluhkette vereint die Gemeinden aus dem südliche Allgäu und dem Vorderen Bregenzerwald. Es ist somit der erste grenzüberschreitende Naturpark zwischen Deutschland und Österreich. Die beteiligten Gemeinden sind hierbei um den allseits bekannten Gebirgszug der Nagelfluhkette angeordnet, worauf auch die Namensgebung des Naturparkes zurückzuführen ist.
Die „Nagelfluhkette“ besteht nahezu vollständig aus unzähligen, unterschiedlich großen, aber immer mehr oder weniger runden Steinen, die zu einem Konglomerat, dem sog. Nagelfluh, zusammengepresst wurden. Sie stellt mit einer Länge von 24 km eine gewaltige Naturerscheinung dar und hat auf dem berühmten Hochgrat, bei 1834m über dem Meeresspiegel, ihren Kulminationspunkt. Das Gebiet weist auf engstem Raum einen beeindruckenden Höhenunterschied von fast 1400 Metern auf.
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Das Gebiet des Naturpark Nagelfluhkette umfasst hierbei eine Fläche von 401 km², befindet sich zu 61,5 % auf deutschem Gebiet (246 km ²) und 38,5 % auf österreichischer Seite (154 km²). Diese Fläche wird von ca. 38.000 Einwohnern besiedelt, wobei die kleinste Gemeinde mit Balderschwang 213 Einwohnern und die Stadt Immenstadt 14.300 Einwohner aufzeigt. Aufgrund der schönen Landschaft ist der touristische Bereich sehr ausgeprägt und kann ca. 20.150 Gästebetten vorweisen. Die Landwirtschaft mit seinen ca. 400 Haupterwerbsbetreiben stellt einen wesentlichen Bestandsteil des Naturparks dar. Allein im Gemeindegebiet Oberstaufen gibt es 166 Alpbetriebe. Eine wesentliche Aufgabe des Naturparks ist es, die vorhandenen Betriebe zu unterstützen und die Natur zu achten.
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2003 entstand die Idee zur Gründung eines Naturparks. Hierzu waren zunächst zahlreiche Gespräche mit den beteiligten Gemeinden und Behörden erforderlich. Die Ergebnisse wurden in einem Pflege und Entwicklungsplan dargestellt. Zum 1.1.2008 erfolgte der Höhepunkt mit der Ernennung zum „Naturpark Nagelfluhkette“ durch die Regierung von Schwaben. Für die weitere Arbeit des Naturparks wurde ein Leitbild entwickelt, das als Grundlage die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Gemeinden und ihren Bürgern sowie den betroffenen Behörden darstellt. Die wesentlichen Punkte sind:
• Schutz, Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft
• Nachhaltige Land-, Alp- und Forstwirtschaft als Schlüsselbeitrag zur Erhaltung der Kulturlandschaft
• Nachhaltiger, qualitativ hochwertiger Tourismus und dessen Vermarktung
• Nachhaltige Regionalentwicklung mit dem Kernthema Energie
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Für diese Themen wurden Arbeitsgruppen gebildet, um weitere Fortschritte verzeichnen zu können. Einen ersten Erfolg konnte bei einer bereits begonnenen Thermografieaktion verzeichnet werden. Mit Hilfe einer Thermografiekamera werden dabei Schwachstellen bei der Dämmung von Gebäuden deutlich, die einen vermeidbaren Energieverbrauch bedeuten. Ca. 600 Hausbesitzer aus dem Naturpark haben dieses von den Gemeinden geförderte Angebot in Anspruch genommen. Aus solchen Aktionen wird das Bewusstsein des Naturparks gestärkt und bringt diesen für die Zukunft weiter voran.
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 Wo liegt der Naturpark Nagelfluh? |
Sechs Bayerische und acht Vorarlberger Gemeinden bilden den „Naturpark Nagelfluhkette“. Er umfasst eine Fläche von 401 Quadratkilometern.
Bayern stellt mit 246,7 Quadratkilometern 61,5 Prozent der Naturpark-Fläche. Den größten Anteil hat Oberstaufen mit 87,7 km², gefolgt von Blaichach (44,6 km²), Balderschwang (41,8 km²), Immenstadt (35,2 km²), Obermaiselstein (21,3 km²) und Bolsterlang (16,1 km²). Nur Balderschwang liegt mit dem gesamten Gemeindegebiet im Naturpark.
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Acht Gemeinden auf österreichischer Seite steuern jeweils ihre gesamte Fläche zum Naturpark bei: Hittisau (46,7 km²), Sibratsgfäll (29,3 km²), Sulzberg (23,1 km²), Riefensberg (14,9 km²), Doren (14,2 km²), Langenegg (10,5 km²), Krumbach (8,7 km²) und Lingenau (6,9 km²).
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